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Lesetipp Mai 2017

„Nussschale“ von Ian McEwan

Ein Embryo, der die Geschichte seiner Mutter erzählt, von ihrer Schwangerschaft, ihrer Affäre, ihren Mordgedanken? Der sich auch noch über den Zustand der Welt Gedanken macht? Dieser altkluge Fötus ist Ian McEwans Ich-Erzähler…

Zwei Wochen vor seiner Geburt wird er Zeuge, wie seine Mutter gemeinsam mit ihrem Geliebten Claude, dem Bruder ihres Ehemannes, ein Mordkomplott gegen diesen schmiedet. Claude, ein Bauunternehmer, hat es auf das wertvolle Grundstück seines Bruders abgesehen. Er stiftet seine Schwägerin zum Giftmord an. Und der Fötus ist Zeuge von allem! Dieser will auf keinen Fall zulassen, dass der mörderische Plan umgesetzt wird. Schließlich handelt es sich um seinen Vater, und der muss um jeden Preis beschützt und zur Not auch gerächt werden.

Mit Spannung, Originalität und einer ganz eigenen Erzählart ist McEwan ein dunkles, aber auch witziges Krimi-Kunstwerk gelungen, das großes Lesevergnügen verspricht.


 

Lesetipp April 2017

„Hell-Go-Land“ von Tim Erzberg

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgelegenster Polizeiposten. Hier ist Anna Krügers neue Dienststelle. Hier war vor langer Zeit ihr Zuhause. Auf der Insel konnte sie sich ein ruhiges Leben mit einer kleinen Familie  vorstellen. Bis das Schicksal dramatisch zuschlug und der Albtraum über sie hereinbrach…

Nach sechs Jahren bei der Hamburger Polizei kehrt sie nun als stellvertretende Leiterin der Polizeidienststelle nach Helgoland zurück und kaum jemand weiß davon. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die ihr klar macht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort. Anna erhält ein Päckchen, in dem sich ein abgeschnittener Daumen befindet und in ihrem Wohnzimmer hat jemand ein großes Herz an die Wand gemalt, offensichtlich mit Blut.


 

Lesetipp März 2017

„The Chemist – Die Spezialistin“ von Stephenie Meyer

 

Nach dem großen Erfolg ihrer „Twilight“-Serie nun der neue Pageturner von Stephenie Meyer – knallhart, kompromisslos und ultraspannend.

Juliana Fortis hat als Verhörspezialistin für eine geheime Regierungsbehörde gearbeitet und weiß zu viel über die schmutzigen Anti-Terror-Einsätze der USA. Deshalb wird sie jetzt selbst gejagt, bleibt nie länger an einem Ort, wechselt Name und Aussehen, hat drei Anschläge knapp überlebt.

Dann wird sie von einem Tag auf den anderen rehabilitiert. Sie soll einen Terroristen verhören, der einen tödlichen Grippevirus in Umlauf setzen will. Was sie bei diesem Auftrag herausfindet, bringt sie in große Gefahr und macht sie verwundbar: zum ersten Mal gibt es in ihrem Leben einen Mann, der ihr wirklich etwas bedeutet. Und sie muss alles dafür tun, damit sie beide am Leben bleiben – mit ihren ganz eigenen Mitteln.


 

Lesetipp Februar 2017

"Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells


Jules und seine älteren Geschwister Marty und Liz sind grundverschieden, doch ein tragisches Ereignis prägt alle drei: Behütet aufgewachsen, haben sie als Kinder ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Obwohl sie in dasselbe Internat kommen, geht jeder seinen eigenen Weg. Sie werden sich fremd und verlieren einander aus den Augen.

Vor allem der einst so selbstbewusste Jules zieht sich immer mehr in seine Traumwelten zurück. Nur mit der geheimnisvollen Alva befreundet er sich. Erst Jahre später begreift er, was sie ihm bedeutet und was sie ihm immer verschwiegen hat. Als Erwachsener begegnet er Alva wieder. Sie versuchen, die verlorene Zeit zurück zu gewinnen. Auch kommen sich die drei Geschwister wieder näher und unterstützen sich in schwierigen Lebenslagen.

Eine große Liebesgeschichte und ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist.


 

Lesetipp Januar 2017

„Die schwedischen Gummistiefel“ von Henning Mankell

Frederik Welin war Chirurg. Seit ihm ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein in seinem Haus auf einer einsamen Insel in Schweden. Dieses Haus brennt bis auf die Grundmauern ab. Außer einem Wohnwagen, einem Zelt, einem Boot und zwei ungleichen Gummistiefeln ist ihm so gut wie nichts geblieben -  nur wenige Menschen, die ihm nahe stehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin, in die Welin sich verliebt, und seine schwangere Tochter Louise, die in Paris lebt. Als diese wegen eines Taschendiebstahls in Untersuchungshaft kommt, ruft sie ihren Vater zu Hilfe. Während dieser in Paris über die Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären wieder ein Haus in Flammen steht.

Der im Herbst 2016 verstorbene Schriftsteller Mankell schreibt in seinem letzten, sehr persönlichen Buch nachdenklich und in knapper Sprache über das Leben mit der Einsamkeit, die Suche nach menschlicher Nähe, das Alter und den Tod.


 

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