Lesetipp Februar 2019

„Schweigend steht der Wald“ von Wolfram Fleischhauer


Ausgerechnet in jene entlegene Gegend, wo sie als Kind mit ihren Eltern die Urlaubszeit verbracht hat, verschlägt es die Forststudentin Anja Grimm, um einen Praktikumsplatz anzutreten. Im tiefsten Wald Deutschlands. Und dort verschwand ihr Vater vor zwanzig Jahren bei einer Wanderung.

Einen Tag nach Anjas Ankunft wird im selben Waldstück der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach erhängt aufgefunden. Anja hegt den Verdacht, dass Xaver irgendetwas über das Verschwinden ihres Vaters gewusst haben könnte. Aber nicht nur die Bauern und Dorfbewohner begegnen ihr sehr feindselig, sondern auch die Polizei reagiert zurückhaltend auf ihre Nachfragen zum Verschwinden ihres Vaters und die bis jetzt zu keinem Ergebnis führenden Ermittlungen.

Nach und nach begreifen die Bewohner des kleinen Ortes, dass Anja nicht zufällig hierhergekommen ist. Als erkennbar wird, dass Anja im Wald gewisse Dinge ‚lesen‘ kann, müssen entsetzliche Entscheidungen getroffen werden.

Hier ist nichts traulich und hold: gruselige Höfe, Vetternwirtschaft in der Dorfgemeinschaft und brauner Sumpf, atmosphärisch dicht erzählt.


 

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