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Lesetipp Mai 2018

„Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann

 

April 1945. In der Uckermark liegt Gut Anquist, auf dem Familienoberhaupt Heinrich mit seiner Tochter Clara sowie der Schwiegertochter mit deren beiden Kindern und einigen Hausangestellten lebt. Aber wie lange noch? Die Russen sind auf dem Vormarsch, der Krieg ist verloren. Die Lage spitzt sich täglich zu.

1946 /1947. Der 14-jährige Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist.

Köln, 1992. Anna Meerbaums Exmann Thomas betreut nach der Wiedervereinigung einen Klienten, der auf Rückgabe seines Eigentums in Sachsen klagt. Daher fragt er Anna, ob ihre Mutter Clara nicht auch Ansprüche anmelden wolle, schließlich gehöre ihr ein altes Gutshaus in der Uckermark. Doch Clara will davon nichts wissen, sie blockt seit jeher sämtliche Fragen nach der Vergangenheit ihrer Familie ab. Anna beginnt zu recherchieren und löst damit eine Lawine aus.

Spannung und historisches Zeitgeschehen versteht die Autorin Mechtild Borrmann eindrucksvoll miteinander zu verknüpfen.


 

Lesetipp April 2018

„Strafe“ von Ferdinand von Schirach

 

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit?

 

Schirach beschreibt in seinem neuen Buch zwölf Schicksale. Wie in den beiden Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig wir uns der Begriffe „gut“ und „böse“ bedienen.

 

Der Autor spürt dem alltäglichen Bösen nach, das manchmal gar nicht so böse ist, wie es scheint. Schirach geht es vor allem um die Frage, warum Menschen Verbrechen begehen, was sie zum Äußersten treibt. Er verurteilt nie. Er erzählt von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Eine Frau wird zu Unrecht verurteilt und nimmt Rache. Ein Mann dreht durch, als seine Sexpuppe von seinem Nachbarn geschändet wird. Schirachs Bösewichter könnten die Menschen von nebenan sein.

 

Schirachs Erzählungen sind von tatsächlichen Begebenheiten aus seiner Anwaltspraxis beeinflusst, die er verdichtet und verfremdet hat. Er zeigt die Grenzen des Strafrechts auf, es geht ihm um den Rechtsstaat und seine oft bizarren Ausformungen. Sein minimalistischer, karger und schlichter Schreibstil verdeutlicht, dass er weit davon entfernt ist, zu bewerten oder gar zu kritisieren.


 

Lesetipp März 2018

Antoine Laurain: "Die Melodie meines Lebens"

Eine Band schickt ein Demoband an eine Plattenfirma und soll ins Studio eingeladen werden. Doch die Einladung erreicht den Empfänger erst 33 Jahre später. Und stellt Alains ruhiges Leben auf den Kopf. Das ist die Ausgangssituation für eine fein gesponnene Geschichte über die Suche nach verlorener Zeit.

Die Handlung, die nach dem „Hätte-hätte-Fahrradkette“ abläuft, spielt in Paris. Hätte damals der Brief den Gitarristen Alain erreicht und wäre nicht hinter das Regal im Postamt gerutscht, dann hätte aus Alains Band The Hologrammes eine erfolgreiche Gruppe werden können. Die damalige Plattenfirma war jedenfalls begeistert.

Alain ist heute Arzt, über fünfzig, seine Frau betrügt ihn, die Kinder sind aus dem Haus – trotzdem ist er eigentlich ganz zufrieden. Doch als nun ein Plattenvertrag in der Post liegt, wird er in eine Zeit zurückgeworfen, in der alles möglich schien. Alain macht sich auf die Suche nach den anderen Bandmitgliedern und findet einen erfolgreichen, aber verbitterten Künstler, einen Präsidentschaftskandidaten und einen populistischen Politiker. Nur die schöne Sängerin, in die Alain heimlich verliebt war, scheint zunächst verschwunden.

Humorvoll und mit feinem Gespür für Nostalgie erzählt der Autor von vergessenen Lieben, verlorenen Freundschaften und verpassten Chancen, die nun neues Glück versprechen.


 

Lesetipp Februar 2018

„Die Canterbury Schwestern“ von Kim Wright


Che’s heile Welt bricht gerade zusammen. Ihr langjähriger Lebensgefährte verlässt sie plötzlich, und ihre exzentrische, willensstarke Mutter stirbt. Diese gibt ihrer Tochter in einem Brief den Auftrag, von London nach Canterbury zu pilgern und dort ihre Asche zu verstreuen. Das Letzte, was Che gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. Doch sie schließt sich, zuerst skeptisch und verschlossen, einer geführten Frauen-Pilgertruppe, die als gemeinsames Ziel die Kathedrale von Canterbury ins Auge gefasst hat, an.

Ganz in der Tradition der mittelalterlichen „Canterbury Tales“ von Chaucer soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Die meisten Frauen geben ihre eigene Biographie wieder. Dabei kommt eine Menge Enthüllendes zu Tage, Abgründe tun sich auf. Doch die unterschiedlichen Ausführungen der Pilgerinnen berühren Che tief. Zum ersten Mal hat sie das Gefühl, ihren Weg zu kennen.


 

Lesetipp Januar 2018

„Solange es Schmetterlinge gibt“ von Hanni Münzer

 

Nach einem furchtbaren Schicksalsschlag verschließt sich Penelope, eine junge Grundschullehrerin, völlig ihrer Umwelt und allem Schönen. Sie trennt sich von ihrem Mann, zieht sich von Freunden zurück und will auch ihre lebensfrohe Mutter, die sich sehr um sie bemüht, möglichst nicht in ihr Leben lassen. Nur für ihre Schüler engagiert sich Penelope unvermindert.

Doch dann lernt sie ihre über 80-jährige Nachbarin Trudi kennen – eine faszinierende Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Es entsteht eine immer intensiver werdende Freundschaft zwischen den beiden Frauen.

Und auch ihr neuer Nachbar Jason, ein junger, selbstbewusster Mann, versucht, eine Beziehung zu Penelope aufzubauen und sie zu animieren, das Leben wieder zu genießen. Er weiß: „Es ist einfach, in der Sonne zu tanzen, es im Regen zu tun, das ist die Kunst“. Langsam lernt Penelope, dass die Welt auch für sie noch voller Wunder ist. Man muss sie nur erkennen.

Hanni Münzer ist ein emotionaler, einfühlsamer Roman gelungen – lebensbejahend und voller Hoffnung, denn glücklicherweise gibt es noch Schmetterlinge.


 

Museum UHLsches Haus


Nach umfassender Renovierung wurde das Museum Uhlsches Haus am 15.12.2015 wieder eröffnet. Besuchen Sie unser Museum - Sie werden staunen!

 

Geöffnet:
Montag und Donnerstag
14.30 - 16.30 Uhr

Sonntag
15.00-17.00 Uhr

Eintritt frei!

Öffnungszeiten Bücherei

Dienstag 16.00-18.00 Uhr
Mittwoch 09.00-11.00 Uhr
Donnerstag 16.00-18.00 Uhr
Samstag 09.00-11.00 Uhr

Kontakt

Gemeindebücherei
Göllheim


Freiherr-vom-Stein-Str. 1
67307 Göllheim
Telefon 06351 4909-88
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

 
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