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Lesetipp Juli 2018

„Oxen. Das erste Opfer“ von Jens Henrik Jensen

 

Niels Oxen, schwer traumatisierter und höchstdekorierter dänischer Elitesoldat, will mit viel Gras und Whiskey in der Einsamkeit der dänischen Wälder seinen schrecklichen Kriegserinnerungen von unvorstellbaren Gräueltaten entkommen. An seiner Seite ist nur Mr. White, ein Samojedenspitz.

In der Nähe seiner improvisierten Unterkunft steht das Schloss Norlund, dem er eines Nachts einen Besuch abstattet. Er wundert sich über die strengen Sicherheitsvorkehrungen: Wachleute und Kameras. Da er auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen will, versucht er sich sofort zurückzuziehen.

Leider ohne Erfolg. Er wird zum Hauptverdächtigen in dem Mordfall von Hans-Otto Corfitzen, Exbotschafter und Gründer eines Thinktanks. Corfitzen wurde auf dem Schloss zu Tode gefoltert. Oxen gerät in die Fänge des dänischen Geheimdienstes und hat nur eine Chance: Zusammen mit der toughen Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck muss er die wahren Täter suchen und finden. Die Spuren führen zu einem übermächtigen Geheimbund, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen.

 

Ein wahres Meisterwerk der Thrillerkunst! Fesselnd bis zum letzten Satz.


 

Lesetipp Juni 2018

„Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek

Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, ist nach dem Krebstod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert und hatte vor, nie wieder zurückzukehren. Jetzt will und muss er seine panische Flugangst überwinden, da seine hochschwangere Tochter Nele nach langer Zeit wieder Kontakt zu ihm aufnimmt und ihn bittet, zu ihr nach Deutschland zu kommen und ihr nach der Geburt des Kindes Beistand zu leisten.

Mats nimmt an einem Flugangst-Seminar teil und geht widerwillig an Bord eines Flugzeugs, in dem er wegen seiner Flugangst vier verschiedene Plätze reserviert hat, die in unterschiedlichen Flugphasen besonders sicher sein sollen. Aber schon bald muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung treiben ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand. Sondern die gefährlichste Waffe an Bord sind offenbar Menschen.

Ein Unbekannter ruft Mats an und teilt ihm mit, dass sich ein ehemaliger Patient, den Mats von mörderischen Gewaltphantasien befreite, an Bord befindet. Diesen soll er nun dazu bringen, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Der unbekannte Anrufer hat Nele entführen lassen, damit Mats der Forderung nachkommt. Sie und das ungeborene Kind sollen sterben, falls das Flugzeug in Berlin landet. Ein Kammerspiel der besonderen Art beginnt.


 

Lesetipp Mai 2018

„Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann

 

April 1945. In der Uckermark liegt Gut Anquist, auf dem Familienoberhaupt Heinrich mit seiner Tochter Clara sowie der Schwiegertochter mit deren beiden Kindern und einigen Hausangestellten lebt. Aber wie lange noch? Die Russen sind auf dem Vormarsch, der Krieg ist verloren. Die Lage spitzt sich täglich zu.

1946 /1947. Der 14-jährige Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist.

Köln, 1992. Anna Meerbaums Exmann Thomas betreut nach der Wiedervereinigung einen Klienten, der auf Rückgabe seines Eigentums in Sachsen klagt. Daher fragt er Anna, ob ihre Mutter Clara nicht auch Ansprüche anmelden wolle, schließlich gehöre ihr ein altes Gutshaus in der Uckermark. Doch Clara will davon nichts wissen, sie blockt seit jeher sämtliche Fragen nach der Vergangenheit ihrer Familie ab. Anna beginnt zu recherchieren und löst damit eine Lawine aus.

Spannung und historisches Zeitgeschehen versteht die Autorin Mechtild Borrmann eindrucksvoll miteinander zu verknüpfen.


 

Lesetipp April 2018

„Strafe“ von Ferdinand von Schirach

 

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit?

 

Schirach beschreibt in seinem neuen Buch zwölf Schicksale. Wie in den beiden Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig wir uns der Begriffe „gut“ und „böse“ bedienen.

 

Der Autor spürt dem alltäglichen Bösen nach, das manchmal gar nicht so böse ist, wie es scheint. Schirach geht es vor allem um die Frage, warum Menschen Verbrechen begehen, was sie zum Äußersten treibt. Er verurteilt nie. Er erzählt von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Eine Frau wird zu Unrecht verurteilt und nimmt Rache. Ein Mann dreht durch, als seine Sexpuppe von seinem Nachbarn geschändet wird. Schirachs Bösewichter könnten die Menschen von nebenan sein.

 

Schirachs Erzählungen sind von tatsächlichen Begebenheiten aus seiner Anwaltspraxis beeinflusst, die er verdichtet und verfremdet hat. Er zeigt die Grenzen des Strafrechts auf, es geht ihm um den Rechtsstaat und seine oft bizarren Ausformungen. Sein minimalistischer, karger und schlichter Schreibstil verdeutlicht, dass er weit davon entfernt ist, zu bewerten oder gar zu kritisieren.


 

Lesetipp März 2018

Antoine Laurain: "Die Melodie meines Lebens"

Eine Band schickt ein Demoband an eine Plattenfirma und soll ins Studio eingeladen werden. Doch die Einladung erreicht den Empfänger erst 33 Jahre später. Und stellt Alains ruhiges Leben auf den Kopf. Das ist die Ausgangssituation für eine fein gesponnene Geschichte über die Suche nach verlorener Zeit.

Die Handlung, die nach dem „Hätte-hätte-Fahrradkette“ abläuft, spielt in Paris. Hätte damals der Brief den Gitarristen Alain erreicht und wäre nicht hinter das Regal im Postamt gerutscht, dann hätte aus Alains Band The Hologrammes eine erfolgreiche Gruppe werden können. Die damalige Plattenfirma war jedenfalls begeistert.

Alain ist heute Arzt, über fünfzig, seine Frau betrügt ihn, die Kinder sind aus dem Haus – trotzdem ist er eigentlich ganz zufrieden. Doch als nun ein Plattenvertrag in der Post liegt, wird er in eine Zeit zurückgeworfen, in der alles möglich schien. Alain macht sich auf die Suche nach den anderen Bandmitgliedern und findet einen erfolgreichen, aber verbitterten Künstler, einen Präsidentschaftskandidaten und einen populistischen Politiker. Nur die schöne Sängerin, in die Alain heimlich verliebt war, scheint zunächst verschwunden.

Humorvoll und mit feinem Gespür für Nostalgie erzählt der Autor von vergessenen Lieben, verlorenen Freundschaften und verpassten Chancen, die nun neues Glück versprechen.


 

Museum UHLsches Haus


Nach umfassender Renovierung wurde das Museum Uhlsches Haus am 15.12.2015 wieder eröffnet. Besuchen Sie unser Museum - Sie werden staunen!

 

Geöffnet:
Montag und Donnerstag
14.30 - 16.30 Uhr

Sonntag
15.00-17.00 Uhr

Eintritt frei!

Öffnungszeiten Bücherei

Dienstag 16.00-18.00 Uhr
Mittwoch 09.00-11.00 Uhr
Donnerstag 16.00-18.00 Uhr
Samstag 09.00-11.00 Uhr

Kontakt

Gemeindebücherei
Göllheim


Freiherr-vom-Stein-Str. 1
67307 Göllheim
Telefon 06351 4909-88
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

 
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