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Lesetipp Januar 2018

„Solange es Schmetterlinge gibt“ von Hanni Münzer

 

Nach einem furchtbaren Schicksalsschlag verschließt sich Penelope, eine junge Grundschullehrerin, völlig ihrer Umwelt und allem Schönen. Sie trennt sich von ihrem Mann, zieht sich von Freunden zurück und will auch ihre lebensfrohe Mutter, die sich sehr um sie bemüht, möglichst nicht in ihr Leben lassen. Nur für ihre Schüler engagiert sich Penelope unvermindert.

Doch dann lernt sie ihre über 80-jährige Nachbarin Trudi kennen – eine faszinierende Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Es entsteht eine immer intensiver werdende Freundschaft zwischen den beiden Frauen.

Und auch ihr neuer Nachbar Jason, ein junger, selbstbewusster Mann, versucht, eine Beziehung zu Penelope aufzubauen und sie zu animieren, das Leben wieder zu genießen. Er weiß: „Es ist einfach, in der Sonne zu tanzen, es im Regen zu tun, das ist die Kunst“. Langsam lernt Penelope, dass die Welt auch für sie noch voller Wunder ist. Man muss sie nur erkennen.

Hanni Münzer ist ein emotionaler, einfühlsamer Roman gelungen – lebensbejahend und voller Hoffnung, denn glücklicherweise gibt es noch Schmetterlinge.


 

Lesetipp Dezember 2017

„Der Junge, der mit dem Herzen sah“ von Virginia Macgregor

 

Der neunjährige Milo leidet unter der Augenkrankheit Retinitis pigmentosa: sein Sehvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch kann er alles wahrnehmen und die Welt sehen, wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr.

Doch so fallen ihm Kleinigkeiten auf, die anderen entgehen: Im Altersheim, in dem seine Großmutter seit kurzem lebt, bemerkt Milo seltsame Vorgänge. Die Erwachsenen wollen ihm nicht glauben und schenken ihm keine Beachtung, auch wenn er Recht und Beweise für die Geschehnisse hat. Das Heim ist alles andere als ein Paradies für alte Menschen.

Nur der Koch Tripi und Milos Ferkel Hamlet, das Milos Vater ihm geschenkt hat, können vielleicht bei seiner Mission helfen, die Schließung des Heims zu erwirken. Milo ist entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und vielleicht seine Eltern zu versöhnen.

Eine warmherzige und mitreißende Geschichte über einen kleinen Jungen mit einem besonderen Blick auf die Welt.


 

Lesetipp November 2017

„Bella Germania“ von Daniel Speck

 

Die junge Münchner Modedesignerin Julia Becker steht kurz vor einem großen Durchbruch ihrer Karriere, als sie unerwartet Besuch von einem ihr unbekannten Mann bekommt. Der behauptet, ihr Großvater zu sein. Diese Begegnung stellt Julias Welt vollständig auf den Kopf. Sie erfährt die Geschichte einer Familie, von der sie nicht einmal wusste, dass diese existiert.

 

Daniel Speck erzählt in seinem Debütroman eine deutsch-italienische Familiengeschichte in drei Generationen von den Fünfziger Jahren bis in die Gegenwart, vom Suchen und Finden der eigenen Wurzeln und von der Liebe: der Liebe zum Beruf, zur Heimat und der Liebe zwischen zwei Menschen und vor allem zur Familie.

Aber „Bella Germania“ ist ebenso ein hervorragend recherchiertes Stück Zeitgeschichte über die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien. Doch durch dramatische Wendungen und große Gefühle geht niemals die Spannung und Leichtigkeit im Roman verloren.


 

Lesetipp September 2017

„Mein Gewicht und ich“ von Elena Uhlig

Eine Liebesgeschichte in großen Portionen

 

Die Schauspielerin Elena Uhlig erzählt lesenswert und witzig von ihren Versuchen, sich vom Diät- und Fitnessdruck zu befreien. Sie geht dabei vielen Diätmythen schonungslos auf den Grund.

Das Leben ist viel zu kurz für Diäten, anstrengende Sportstunden und Zeit aufwändig zubereitete Smoothies, findet die Autorin. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag beschließt sie, sich nicht mehr dem Schlankheits- und Diätenwahn ihrer Branche zu unterwerfen. Nach dieser Entscheidung entdeckt sie wieder die Freude und den Genuss am Essen. Endlich erfüllt sie wieder ein leichtes und schönes Lebensgefühl, und das kostet sie aus. Abnehm-Shakes werden gegen Cola eingetauscht, der Personal-Trainer gegen lange Spaziergänge. Die führen aber nicht bergauf, es sei denn, eine Seilbahn hilft und das Ziel, eine schöne Bergwirtschaft, ist leicht erreichbar. Elena Uhlig schert sich nicht mehr um ihre Ernährung und genießt es, endlich glücklich mit ihrem Körper zu sein. Auch wenn ihr die Erfahrungen zeigen, dass er nicht den Anforderungen der Filmbranche entspricht.


 

 

 

Lesetipp August 2017

„Niemand ist bei den Kälbern“ von Alina Herbing


Von wegen Landlust und Idylle: In ihrem Debütroman räumt Alina Herbing gnadenlos mit dem romantischen Image des Landlebens auf.

 

Christin lebt mit ihrem Freund Jan und dessen Vater in Schattin, Nordwestmecklenburg, auf dem Bauernhof. Die Aufbruchstimmung der Nachwendejahre ist längst dahin. Die Tage verbringt die junge Frau mit melken, mähen und Männer bekochen. Da sind immer die gleichen Dorffeste, immer die gleichen Freunde. Dieses Leben hat sie satt. Statt von Milchkühen träumt sie von Cafés mit Tulpen auf dem Tisch, statt von der Arbeit im Stall von einem Bürojob in der Stadt und schicken Klamotten. Außerdem sind alle unzufrieden mit ihr, weil sie nicht hart genug arbeitet. Aber ohne Geld und Berufsausbildung ist die Stadt für sie unerreichbar. Als Klaus, Windkrafttechniker aus Hamburg, auftaucht, sieht Christin einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben.

Unerschrocken und mit großer Wucht erzählt die Autorin, die selbst auf dem Land aufgewachsen ist, vom Landleben, wie es wirklich ist, von einer Jugend ohne Zukunft und einer vergessenen Region zwischen Ost und West.


 

Museum UHLsches Haus


Nach umfassender Renovierung wurde das Museum Uhlsches Haus am 15.12.2015 wieder eröffnet. Besuchen Sie unser Museum - Sie werden staunen!

 

Geöffnet:
Montag und Donnerstag
14.30 - 16.30 Uhr

Sonntag
15.00-17.00 Uhr

Eintritt frei!

Öffnungszeiten Bücherei

Dienstag 16.00-18.00 Uhr
Mittwoch 09.00-11.00 Uhr
Donnerstag 16.00-18.00 Uhr
Samstag 09.00-11.00 Uhr

Kontakt

Gemeindebücherei
Göllheim


Freiherr-vom-Stein-Str. 1
67307 Göllheim
Telefon 06351 4909-88
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

 
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