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a. Geschichte u. Kultur

 

Wilhelm Uhl (1852 - 1925)


Wer war dieser Mann, der dieses repräsentative Gutshaus baute ?


Wo kam er her, was bewirkte er, ein Glücksfall für Göllheim !?

Eine Vorgeschichte
Um 1650 wandert im Zuge der Wiederbesiedlung nach dem 30-jährigen Krieg ein Nickel Uhl - unbekannter Herkunft - in Marnheim zu. Er wird Erbbeständer des kleinen Hainer Hofgutes in Marnheim, Gerichtsverwandter und gehört als Angehöriger der 5. Rott dem Musterungsausschus an.
Sein Sohn Georg Heinrich Uhl ist Schmiedemeister, Gemeins- und Gerichtsmann, sein Enkel Samuel Uhl  ebenfalls Schmiedemeister. Dieser hinterlässt seinen fünf lebenden Kindern eine Summe von 3.438 Gulden, die zum Erwerb von Ackerland und Neugründungen verwendet werden. Es bilden sich neue Geschlechterlinien, mit Johann Friedrich Uhl die Rüssinger Linie aus, während Valentin Uhl die Marnheimer Linie fortsetzt.


Johann Fried(e)richs Sohn Georg Christian wird bereits 1775 in Rüssingen geboren, er ist Ackersmann und heiratet eine Barbara Butterfaß aus Obrigheim. Deren Sohn Johann Adam Uhl - Wirt und Ackermann - heiratet 1826 in Göllheim; er ist Begründer der Göllheimer Linie Uhl. Seine Frau Anna Maria ist die Tochter des Göllheimer Ackermanns Christian Dilg. Ihnen werden acht Kinder geboren.

 

Johann Michael Uhl ist als zweiter Sohn Ackersmann und Gastwirt in der Göllheimer Hauptstraße, dem späteren „Weißen Roß“, bzw. der heutigen „Hohe Trepp“.

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 Johann MichaeUhl heiratet dann 1857 in Göllheim Maria Margarete Siegel, die Tochter des Ackermanns Georg Siegel und seiner Frau Anna Maria geb. B(r)aum, die Besitzer des Hofes Hauptstraße 7 – des späteren Uhl`schen Hauses – sind.

 

Aus dieser Ehe des Johann Michael Uhl (des Gasthauses „Weißes Roß“) mit Maria Siegel vom gegenüber liegenden Hof Georg Siegels (später dem Uhl´schen Haus) geht als einziger Sohn Wilhelm Uhl, am 14.10.1852 in Göllheim geboren, hervor.

 

„ ´s reiche Uhls aus Göllheim“


Wilhelm Uhl heiratet 1881 in erster Ehe Maria Katharina Eidt, die Tochter von Phil. Christian Eidt II aus Göllheim. Nach kurzer Ehe verstirbt Maria Katharina bereits 1882. In zweiter Ehe heiratet Wilhelm Uhl dann 1884 in Dirmstein Barbara (Babette) Sauer, Tochter des David Sauer, Gutsbesitzer in Dirmstein. Beide siedeln auf einen Hof im Elbisheimerhof um. Ein Gutsherrenhaus wird errichtet und ein ca. 50 ha !! großer Grundbesitz bewirtschaftet. Dort werden zwischen 1885 und 1899 drei Mädchen (von denen eines früh verstirbt) und drei Söhne geboren.

Persönliche Tüchtigkeit und eine größere Erbschaft von seinem angeheirateten Verwandten Johannn Philipp Eichler aus New York, dem Besitzer der großen John Eichler Brewery sind die Voraussetzungen dafür, dass er in Göllheim auf dem Grundstück seines Schwiegervaters Georg Siegel in der Hauptstraße 7 um 1898 einen zweiten größeren Gutsherrensitz errichtet – das heutige Uhl´sche Haus, ein Beispiel der gründerzeitliche Architektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts!! Zu diesem Gutshof gehörte ebenfalls, wie im Elbisheimerhof eine landwirtschaftliche Fläche von ca. 50 ha!! 

Aus dem etwas abgelegenen, einsamen Elbisheimerhof kehrt er mit seiner Familie um die Jahrhundertwende dann wieder in das bedeutendere Göllheim zurück. Der Elbisheimerhof wird 1901 verpachtet.

1904 übernimmt Wilhelm Uhl von Christian Eidt III das Bürgermeisteramt von Göllheim, das er bis 1920 über mehrere Wahlperioden hinweg 16 Jahre lang inne hat! 16 Jahre , eine lange Zeit der Einflussnahme auf die Geschicke Göllheims, auch über die schweren Zeiten des 1. Weltkrieges und danach!
Während des 1. Weltkrieges sterben bzw. fallen seine beiden Söhne Wilhelm Ludwig (1915) und Heinrich (1918). Ihnen zur Erinnerung stiftet er der Göllheimer Gemeinde eine Glocke, die sich heute noch im Turm der evangelischen Kirche befindet, vergessen, leider läutet sie nicht mehr, warum nicht?


Wilhelm Uhl stirbt am 26.6.1925, seine Frau Babette am 10.3.1930 in Göllheim.

Auf dem Göllheimer Friedhof wird ein Erbbegräbnis für die Familien Uhl / Siegel errichtet.  Noch heute erinnert es an die wohlhabende Familie und ihren Einfluss in Göllheim.

Nach Wilhelms Tod übernimmt sein Sohn Jacob den Göllheimer Gutshof Uhl. Er hat von 1923 bis 1926 ebenfalls wie sein Vater das Amt des Bürgermeisters inne.

Die Tochter des Wilhelm Uhl übernehmen den verpachteten Gutshof im Elbisheimerhof.

Als Landwirt und wohlhabender Gutsbesitzer setzte sich Wilhelm Uhl an verantwortlichen Stellen für Belange der Landwirtschaft ein und wurde für seine Verdienste vom Königreich Bayern zum Ökonomierat ernannt.

Wie schon sein Vorgänger Altbürgermeister Christian Eidt III wandte sich Wilhelm Uhl in dreiseitigen Petition an die Hohe Kammergericht der Abgeordneten in München, um Wiedereinrichtung des ehemaligen Amtsgerichts in Göllheim zu erreichen, leider erfolglos.Er warnt vor der zu erwartenden weiteren Auflösung des Göllheimer Notariats und des Forstmeisters. Schwere Eingriffe in einen aufsteigenden Kantonsort! Auch hier leider ohne Erfolg.

 

Wilhelm Uhl, ein Gutsherr, angesehener Bürgermeister, ausgezeichnet als Ökonomierat, ein Pferdeliebhaber und Jagdfreund, eben: „´s reiche Uhls!“

 

Erinnerungen von Zeitzeugen sprechen für sich:


° „Als Gutsherr war er Arbeitgeber für eine Vielzahl von Knechten, Mägden und Hauswirtschaftspersonal, die auch von außerhalb nach Göllheim zogen (und dannn vor Ort verblieben)“


Auf ihrem Gutshof verfügten die Uhls bereits über moderne Gerätschaften, z.B. die ersten Ackerschlepper, Selbstbinder und Automobil


Der Bürgermeister Wilhelm Uhl engagiert sich tatkräftig und finanziell für die finanzielle Unterstützung des Kindergartens und - mit anderen wohlhabenden Landwirten - an der Bereitstellung von Geschenken bei der jährlichen Weihnachtsfeier oder der Stiftung “


In der Erinnerung der damaligen Jugend sind die Kutschfahrten und Ausritte der Familie “

 

° „Wilhelm Uhl war ein Segen für Göllheim“

 

 

b Architektur

1898 - 1902 von Gutsbesitzer Wilhelm Uhl und seiner Frau Babette, geb. Sauer vor erbaut.


Ein Bespiel für repräsentative Baukunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts.


1932 gelang es in schwierigen Zeiten dem Sohn Jacob Uhl nicht, das Erbe zu halten. Aus heutiger Zeit zum Glück, übernahm die Gemeinde Göllheim das Gebäude. Umnutzung als Wohnhaus, vermietet an mehrere Familien.
Z.B. an Schornsteinfegermeister Gerstenmeier, den Gemeindesekretär Böhmer und die Familien Rieth und Magsamen


1979 Aufwendige grundlegende und gekonnte Sanierung des Hauses und Wiederherstellung der prächtigen teilweise original erhaltenen Innenausstattung unter Bürgermeister Hans Appel.


November 1979 Feierliche Einweihung und Umnutzung als Museum Uhl´sches Haus durch Regierungspräsident Hans Keller.
Museum mit Räumen für vielfältige Wechselausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, als Haus der Vereine, Treffpunkt zu Dorffesten.


Erste Einrichtung des Museums durch Dieter Wevers und Freunde. Vielfältige Einträge in das Gästebuch sprechen für sich!


Dank der Übernahme und Sanierung des Hauses durch die Gemeinde wurde uns allen eines der besten Beispiele für gründerzeitliche Architektur im Donnersbergkreis erhalten.


Ein Bauwerk des Gutsbesitzers Wilhelm Uhl!

Museum UHLsches Haus


Nach umfassender Renovierung wurde das Museum Uhlsches Haus am 15.12.2015 wieder eröffnet. Besuchen Sie unser Museum - Sie werden staunen!

 

Geöffnet:
Montag und Donnerstag
14.30 - 16.30 Uhr

Sonntag
14.00-17.00 Uhr

Eintritt frei!

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21.05.2017

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Uhl`sches Haus

 

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-erhältlich für 3,- EUR bei der Verbandsgemeinde-Verwaltung

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