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Agenda-Weg Göllheim

Im Jahre 1992 wurde auf der Konferenz von Rio de Janeiro von über 170 Staaten die Agenda 21 beschlossen, ein Programm zur nachhaltigen Entwicklung im 21. Jahrhundert. Mir der Agenda sollen nicht nur die Bedürfnisse von heute, sondern auch die Chancen zukünftiger Generationen bewahrt und erschlossen werden.
Unter den Begriffen der Zukunftsfähigkeit und der Nachhaltigkeit wurden seitdem vor allem auf der Ebene der Kommunen und Gemeinden viele lokale Agenda-Projekte erarbeitet, die im Dialog mit Bürgern, örtlichen Organisationen und der Wirtschaft helfen können, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, wirtschaftliches Wohlergehen zu ermöglichen und für soziale Gerechtigkeit zu sorgen.

Um die Idee der Agenda 21 in die Öffentlichkeit zu tragen und das Bewusstsein der Bürger für die Fragen der Zukunft zu schärfen, wurde im Jahre 2000 der Agenda-Weg Göllheim ins Leben gerufen. Er zeigt auf einem Rundweg an konkreten Beispielen die Bedeutung der Agenda 21 für die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung einer Gemeinde.

Entwickelt wurde das Konzept des Agenda-Weges durch Schüler des Wilhelm-Erb-Gymnasiums in Winnweiler. Vor dem Rathaus informiert eine Haupttafel über den Agenda-Weg und seine Stationen im Ort.

Stationen des Agenda-Wegs

  1. Nördlicher Ortsrand:
    Vom Ulrichsturm aus hat man einen guten Blick über die Gemeinde. Der Bereich am nördlichen Ortsrand ist bis heute weitgehend von Bebauung frei geblieben. Der grüne Ortsrand ist ein bedeutender Rückzugsraum für Tiere sowie Pflanzen und ist als Naherholungsgebiet ein wichtiger Bestandteil einer intakten Siedlungsstruktur.
  2. Siedlungsräumlicher Rahmen:
    Die Siedlung reicht in Göllheim bis in das frühe Mittelalter zurück. Die Bewirtschaftung des umgebenden Naturraumes hat Göllheim lange geprägt und ein charakteristisches Dorfbild geschaffen. Die Erhaltung der historischen Bausubstanz und des Dorfcharakters kann dabei helfen, den Bezug der Bevölkerung zu ihrer Umgebung zu stärken und ein Gefühl von Heimat zu schaffen.
  3. Steinbruchrand – Das Gleichgewicht von Ökonomie und Ökologie:
    Göllheim ist geprägt durch den Abbau von hochwertigem Kalk. Dies führte zwangsläufig zu großflächigen Eingriffen in das Gelände. Durch die Rekultivierung und Renaturierung des Dyckerhoff-Bruches kann sich ein für Menschen nur schwer zugänglicher Naturraum entwickeln, der Tieren und Pflanzen einen langfristigen und gesicherten Lebensraum bietet.
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  4. Naturräumlicher Rahmen:
    Göllheim liegt genau am Schnittpunkt geologischer Entwicklungsstufen wie des Pfälzer Berglandes und des Rheinhessischen Tafel- und Hügelllandes. Die sehr unterschiedlich ausgeprägten Naturräume bedeuten eine besondere Herausforderung für Bauleit- und Grünflächenplanung.
  5. Ortssanierung:
    Das mittelalterliche Ortsbild Göllheims wird heute nur noch durch die Straßenführung sichtbar. Der Ort ist geprägt durch Bauten des 18. Jahrhunderts, die von einem gewissen Wohlstand zeugen. Eines der wichtigsten Projekte der Ortsentwicklung ist die Revitalisierung des alten Ortskernes durch gezielte Sanierung. Ziel ist der Erhalt des Ortskernes als Zentrum des Lebens und Wohnens.
  6. Synagogenplatz:
    Im 19. Jahrhundert sind in Göllheim etliche jüdische Familien belegt. Die Synagoge, das religiöse Zentrum der Gemeinde, wurde in der Reichspogromnacht 1938 zerstört. Seit 1979 erinnert ein Gedenkstein an die Synagoge. Die Erinnerung und Toleranz gegenüber anderen müssen die Grundprinzipien des sozialen Handelns sein.
  7. Altengerechtes Wohnen:
    Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft stellt eine der größten Herausforderungen der Zukunft dar. Die Einbeziehung älterer Menschen in das öffentliche Leben und der Kontakt zwischen den Generationen ist daher von besonderer Bedeutung. 1999 wurde im alten Ortskern ein Projekt des betreuten Wohnens verwirklicht. Die Ortsmitte bleibt so Lebensmitte und Ort der Begegnung von Jung und Alt.
  8. Die Mauer der Begegnung:
    Die Mauer wurde 1997 vom Bildhauer Uli Lamp geschaffen und vereinigt Elemente verschiedenster Kulturen und Religionen. Sie stellt so ein Symbol der Begegnung, nicht der Trennung dar und soll zum Dialog und zur Gemeinsamkeit anregen, was für ein gesellschaftliches Miteinander unverzichtbar ist.
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  9. Grünzone Königsgraben:
  10. Die Ortsplanung Göllheims orientiert sich an der Idee der „grünen Lunge“. Der Königsgraben hat eine wichtige Funktion als Frischluftschneise des Ortes, aber auch als innerörtlicher Erholungsraum und ökologischer Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
  11. Streuobstwiese:
    Streuobstwiesen prägten lange die Dorfränder. Mir der Neuanlage solcher Wiesen kann an traditionelle Nutzungsformen angeknüpft werden. Darüber hinaus erfüllen Streuobstwiesen wichtige Biotop-Funktionen und beleben die Kulturlandschaft.
  12. Grundschule am Königspfad:
    Die 1998 eingeweihte Grundschule ist ein Modellbeispiel für umweltbewusstes Handeln und Denken. Neben dem Einsatz energiesparender Technik wird auf das frühzeitige Vermitteln von Natur- und Umweltbewusstsein besonderer Wert gelegt. Dies geschieht sowohl innerhalb de Schule wie auch durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.
  13. Gutenbergschule
    Leitbild der mehrfach erweiterten Gutenbergschule ist die Zukunftsbeständigkeit. Besonderes Augenmerk wird auf Gestaltung, Pflege und Schutz der Natur im Umfeld der Schule sowie den verantwortungsbewussten Umgang mit Energie gelegt.

 

Museum UHLsches Haus


Nach umfassender Renovierung wurde das Museum Uhlsches Haus am 15.12.2015 wieder eröffnet. Besuchen Sie unser Museum - Sie werden staunen!

 

Geöffnet:
Montag und Donnerstag
14.30 - 16.30 Uhr

Sonntag
15.00-17.00 Uhr

Eintritt frei!

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